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Ring-Greif-Tuch selbst nähen

Ringgreiftuch (Vorderseite)

Meine Schwester hat von einem Baby-Kurs mit ihrer Kleinen ein gekauftes Tuch mitgebracht und mir nur den Ring mit den Worten „Du kannst ja nähen, daher wollte ich dir nur den Ring mitbringen, weil du dann mit deinen Stoffen was machen kannst.“

Ich habe mir noch schnell das Tuch abfotografiert, damit ich grob wusste, wie es denn aussehen soll, und konnte mir an einem Nachmittag ein paar kostbare Minuten freischaufeln (gut, dass der Papa für den Nachwuchs auch zum Bespaßungspersonal gehört) und habe mir die gewünschten Stoffe zusammengesucht.

Die Bänder waren hauptsächlich nur noch Stoffreste, sowie z.T. auch die anderen Stoffe, die ich für die Patchwork-Krabbeldecke verwendet habe.
Den Ring habe ich von meiner Schwester erhalten, und dieser hat einen Durchmesser von 7 cm.

Wie groß das Tuch ist, ist jedem selbst überlassen, zu groß ist jedenfalls nichts, weil die Kinder ja an den Bändern oder am Ring das Tuch herumziehen. Mein Tuch z.B. ist fertig genäht ohne Bänder 16 x 19 cm groß.


Bänder

Die Bänder habe ich (gezwungenermaßen) unterschiedlich breit zugeschnitten, weil das noch die letzten Reste waren. Auch hier bleibt es jedem selbst überlassen, wie lang und wie breit diese Bänder werden sollen.

Ich habe hier jetzt bei der Foto-Erklärung – wie die Bänder genäht werden – einfach die Fotos vom Nähen der Wickelunterlage sowie auch den größten Teil des Textes hierzu verwendet, das Prinzip ist das gleiche, daher bitte die Angabe (6 cm breit) nur als Notiz wahrnehmen. Wer 6 cm breite Streifen schneidet, bekommt 1,5 cm breite fertige Streifen, sofern die Bänder genauso genäht werden, wie ich das gemacht habe. Sprich: die fertige/gewünschte Bandbreite x 4, und dann wisst ihr, wie breit ihr den Stoff zuschneiden müsst.

Diese Bänderstoffe werden in der Mitte gefaltet (gerne auch gebügelt, dann ist es noch leichter), und die beiden Außenkanten werden dann zur Mitte hin gelegt, so dass erneut ein „Knick“ entsteht – siehe Bilder.

Da ich ja kein so großer Freund von Herumtüfteln und Umdrehen von Bändern bin, entweder herrscht Verzweiflung, weil zu schmal genäht, oder es lässt sich gar nicht umdrehen, oder nur mit sehr viel Mühe und Schweiß, habe ich mich dafür entschieden, eine optisch wahrnehmbare Naht zu haben. Ist einfacher und außerdem ist es selbstgemacht, für meine Ansprüche reicht es 😉 Daher, sobald die Bänderstoffe richtig gefaltet sind, die Naht so nah wie möglich an den Rand legen, damit das eng zusammenbleibt und nicht auseinandergeht.


Vorder-/Rückseite des Tuches

Rückseite kann genauso wie die Vorderseite aussehen, sollte jedenfalls genauso groß sein wie die Vorderseite. Ich habe mich bei der Vorderseite für den Elefantenstoff entschieden und für die Rückseite zwei Stoffe wie beim Quilten rechts auf rechts zusammengelegt und dann füßchenbreit genäht. Am besten dann die Naht noch ausbügeln, bzw. glatt streichen.


Zusammennähen des Ringgreiftuches

Jetzt ist es natürlich wichtig, die Stoffe rechts auf rechts zu legen.
Den Ring mit dem gewünschten Bändchen – also eine Art Schlaufe – bereitstellen.
Wichtig ist jetzt – ich persönlich muss immer noch umdenken, damit ich es nicht falsch nähe – dass alles, was später nach außen schauen soll (=Bändchen), zwischen die „rechts-auf-rechts“-Stofflagen nach innen schauen soll – siehe Foto, ich hoffe, es ist nachvollziehbar. Denn später muss ich ja alles noch umdrehen, und dann müssen ja die Bänder nach außen zeigen.
Ich habe wieder füßchenbreit genäht, aber nicht komplett herumgenäht, da ich ja alles noch umdrehen muss, dabei habe ich mindestens eine Öffnung des Ringdurchmessers gelassen.
Sobald das genäht ist, einfach umdrehen, die Ecken so gut es geht „eckig“ machen, bei mir ist es leicht abgerundet, aber war für mich in Ordnung.


Fertigstellung

Wer mag, kann dieses offene Stoffstück jetzt mit Matratzenstich vernähen (ich habe sowas einmal gemacht und bin nicht der Fan davon, v.a. wenn die Öffnung sehr groß ist), daher habe ich mit Stecknadeln die offene Stelle zusammengesteckt und habe einfach erneut am Rand entlang genäht (um auch das letzte Stück vernäht zu haben), diesmal aber näher am Rand, und als optische Naht gesehen, da ich es schnell und einfach und unkompliziert haben möchte.
Und der andere Vorteil ist, dass das Tuch in Form bleibt 😉

Und als Ergebnis habe ich ein Ringtuch, das an allen Schlaufen bzw. am Ring vom Nachwuchs ergriffen wird.

Hier die Fotos dazu.
Sollte etwas unklar sein, einfach fragen 😉

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