Alles rund ums Kind, Allgemein
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Einmal quer durch Deutschland mit Säugling

Wir standen vor der großen Herausforderung, mit unserem Nachwuchs (4 Monate alt) einmal quer durch Deutschland zu fahren, um die Großeltern zu besuchen.

Dabei haben wir als Startort Südostdeutschland (= Berchtesgadener Land/Piding) und als Zielort Mecklenburgische Seenplatte (= Neukalen).

Dabei gab es für uns nur 2 Optionen:
– mit Auto
– mit Zug

Für uns war ziemlich schnell klar -> Autofahren geht gar nicht, reine Fahrtzeit (ohne Behinderungen) wäre mindestens 8 h.

Unsere Gründe gegen Autofahren:
– Babyschale – Kinder sollen ja erstmal nicht so lange in der Babyschale liegen -> ist ja nicht so gut für die noch weichen Knochen
– Stau/stockender Verkehr – und du hast ein schreiendes Kind, sollst aber nicht aus der Babyschale nehmen, denn sollte dann ein Auffahrunfall passieren, ist das Kind nicht geschützt
– Zeitverzögerung (Toilettengang (Erwachsene – Wickeln), Nahrungszufuhr (Erwachsene – Stillen), Beruhigung), dabei muss man schauen, wo die nächste Rastmöglichkeit ist, wo man essen kann und und und – für uns das K.O.-Kriterium, was das Autofahren angeht
– Nervenbelastung zu hoch

Die Gründe für das Autofahren wären nur gewesen, dass man alles dabei haben kann, was man braucht.

Deswegen haben wir uns fürs Zugfahren entschieden und haben es definitiv nicht bereut 🙂

Unsere Gründe fürs Zugfahren:
– keine Zeitverzögerung (egal, ob man auf Toilette geht, was essen möchte, das Kind füttern oder wickeln muss), man kann schlafen, lesen, Musik hören, und – ganz wichtig – das Kind von vorn bis hinten im Zug tragen, wenn es nur so zum Schlafen gebracht werden kann, man muss nicht an nem Rastplatz stehen und hoffen, dass es einschläft oder durch das Autofahren wieder schläft (hat bei uns ziemlich lange nicht funktioniert)
– Babyschale – wir haben unser Kind auf eine Decke gelegt und es strampeln lassen, dadurch ist es viel viel ausgeglichener

Beim Zugfahren gibt es aber einige Tipps, die ich für uns als sehr wichtig erachtet habe:
– Zugverbindungen raussuchen, bei denen man am besten nur 1x Umsteigen muss (Anschlusszüge erwischen ist eher ungünstig bzw. mit Stress verbunden) – hier auch genügend Aufenthaltszeit einplanen, sollte der eine Zug etwas Verzögerung haben (also Teilstrecken getrennt buchen)
– 1.Klasse fahren (wir haben BahnCard 25 1.Klasse), und dann ein 4er-Abteil buchen (man kann Sitzplätze ziemlich günstig reservieren), dadurch bekommt man ein Abteil für sich alleine, kann das Kindchen auf den Tisch auf eine Decke legen – natürlich aufpassen, dass es sicher auf dem Tisch bleibt – und man kann sich ausbreiten

Für uns war es die einzig richtige Entscheidung!

Unser Gepäck sah wie folgt aus:
– Babyschale (Kiddy Evolution Pro 2 – hat eine Art Lattenrost, so dass die Kinder auch länger liegen können), darin eingeschnallt eine dicke Decke und die Krabbeldecke
– Wickeltasche
– 1 großer Koffer
– 1 Tragehilfe
– 1 Umhängetasche

Den zweiten Koffer hatten wir 2 Tage vorher schon per Hermes quer durch Deutschland kutschieren lassen (ansonsten wird es wieder sehr stressig, bei zu viel Gepäck).

Ich kann jedem nur empfehlen, mit einem Säugling am besten mit Zug zu fahren (wenn z.B. die Flugverbindungen sehr bescheiden sind, so dass sich ein Flug von A nach B gar nicht lohnen würde), wenn man einmal quer durch Deutschland muss.

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